Geld sparen lernen

geldsparenGeld ist ständige Mangelware der modernen Menschheit. Der Bedarf ist groß, die Verfügbarkeit gering – ein Dauerzustand. Jeder hat allerdings diesen Freund, der es schafft, mit seinem Geld so umzugehen, dass er immer genug hat, sich spontan etwas zu gönnen, sei es ein Drink nach der Arbeit oder ganz spontan ein teures, neues Hemd. Während manche Menschen ernste Schwierigkeiten bekommen, wenn große Ausgaben auf sie zukommen, haben andere den Dreh raus beim Geldsparen – dabei ist das gar nicht so schwer, jeder kann es lernen.

Schritt 1: Ausgaben dokumentieren

Es klingt simpel, deckt aber vieles auf: die Dokumentation der eigenen Ausgaben. Die meisten Menschen wissen zwar, dass sie gegen Ende des Monats gerade noch genug Geld übrig haben werden, wenn sie nicht anders als sonst einkaufen. Sie können aber auch nicht sicher sagen, wie viel Geld sie in Lebensmittel, Lebenshaltungskosten, Kleidung oder Privatvergnügen stecken und ob es Einsparpotenziale gibt. Eine einfache Auflistung der Ausgaben und eine Gruppierung als simple Excel-Tabelle kann helfen, die „schwarzen Löcher“ zu erkennen, in die das Einkommen fließt und ob man an der einen oder anderen Stelle zu viel investiert.

Schritt 2: Notwendige und optionale Ausgaben

Miete, Strom, Ratenzahlungen – an diesen Ausgaben führt kein Weg vorbei, sie sind echte Fixkosten. Jeder Monat muss also so gestaltet werden, dass diese Ausgaben zuerst abgedeckt werden. Die zweite Stufe sind Ausgaben, die zwar immer da sein werden, die sich aber optimieren lassen: Lebensmittel, Pflegeprodukte oder Gegenstände des täglichen Bedarfs. Diese Ausgaben sind ebenfalls wichtig und notwendig. Was nach diesen „Kostenstellen“ noch übrig bleibt, kann als Taschengeld betrachtet und teils gespart, teils aber auch flexibel und nach Bedarf ausgegeben werden. Eine Aufstellung, wohin das Geld fließen muss, kann und darf, kann ebenfalls helfen, Kosten einzusparen – um beispielsweise preiswerter Lebensmittel zu kaufen und mehr Geld für die Urlaubskasse übrig zu haben.

Schritt 3: Immer vorher nach Gutscheinen suchen

Online shoppen lohnt sich nicht nur, weil man ideal die Preise vergleichen kann sondern auch, weil es für fast jeden Onlineshop Gutscheine für Schnäppchenjäger gibt. Einfach nach dem Shop im Zusammenhang mit Gutschein oder Gutscheincode suchen und sparen. Gutscheinportale gibt es viele, dieses ist da nur ein Beispiel von vielen.

Schritt 4: Keine häufigen Bargeld-Abhebungen

Wenn kein Geld im Geldbeutel ist und die EC-Karte bewusst nur zur Deckung der notwendigen Ausgaben genutzt wird, dann ist auch kein Geld zum Ausgeben da. Das Sparen gelingt fast von alleine. Wer Probleme damit hat, Geld zu sparen, trägt häufig viel Bargeld mit sich und steht genauso häufig am Geldautomaten, um Bargeld abzuheben. Das tut zwar im ersten Moment etwas weh, allerdings ist das Ausgeben von Bargeld schon gar nicht mehr so schwer, denn auf dem Konto taucht der Betrag ja nicht mehr auf. Bargeld sollte man nur in der absolut notwendigen Höhe abheben – das hilft enorm beim Sparen im Alltag.

Schritt 5: Pläne, Preisvergleiche, Alternativen

Wer ohnehin Schwierigkeiten damit hat, Geld zu sparen, wird nicht glücklich, wenn er sich an einen strikten Plan halten muss. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass man sich doch wieder nicht daran hält und aus Ärger über die neue strenge Linie doch wieder etwas Unnötiges kauft. Besser ist es, die Stellen zu erkennen, an denen zu viel Geld ausgegeben wird – und nach Alternativen zu suchen, die vor allem eines sind: realistisch. Ein Wechsel zum neuen Stromanbieter, der tatsächlich billiger ist, ist beispielsweise zielführend. Der Vorsatz, künftig diszipliniert den Discounter nach der Arbeit aufzusuchen, der aber einen Kilometer weit entfernt und auch noch ungünstig liegt, wird niemand freiwillig auf Dauer durchhalten. Vielleicht lassen sich aber Lebensmittel gezielt am Wochenende für die ganze Woche einkaufen, wodurch Spontankäufe vermieden werden, die man nicht großartig vermissen würde?

Bildquelle: © Depositphotos.com / west1

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