Frauen als Risikogruppe für Altersarmut – Präventivmaßnahmen gegen die Altersarmut

Das Thema Altersarmut betrifft viele Bundesbürger, doch besonders der Anteil an Frauen, die Gefahr laufen unter Altersarmut zu leiden, ist hoch. Deshalb ist es von essenzieller Bedeutung, sich möglichst frühzeitig mit Gegenmaßnahmen zu befassen. Je früher Intervenierungsmaßnahmen ergriffen werden, desto besser lässt sich eine Altersarmut abwenden.

Die Ursachen von Altersarmut

Eine Hauptursache, die dafür sorgt, dass Frauen häufig zur gefährdeten Gruppe gehören, ist die Tatsache, dass letztere häufig in Teilzeit arbeiten, um sich beispielsweise um die Familie zu kümmern. Mit einem Beschäftigungsverhältnis in Teilzeit führt der Arbeitgeber weitaus geringere Beitragszahlung an die Rentenkasse ab, sodass auch die späteren Rentenbeiträge geringer ausfallen.

Gleichzeit sorgt die Teilzeitstelle dafür, dass Frauen vom Lebenspartner, bzw. Ehepartner abhängig sind. Während der Ehepartner volle Beiträge an seine Rentenversicherung zahlt und im Scheidungsfall abgesichert ist, sieht die Sache bei Frauen gänzlich anders aus. Kommt es zu einer Scheidung, so stehen Frauen nicht selten mittellos da.

Dabei kommen viele Frauen, die von Altersarmut betroffen sind, aus einem guten Milieu und haben in festen Verhältnissen gelebt. Somit kann es jede Frau treffen, weshalb die Auseinandersetzung mit diesem Thema von fundamentaler Bedeutung ist, selbst wenn scheinbar kein Grund zur Sorge besteht. Die Lebensumstände können sich oftmals innerhalb kürzester verändern und im schlimmsten Fall in einem sozialen Abstieg münden, sofern es keine Rücklagen oder Absicherungen gibt.

Altersvorsorge Frauen: Wege aus der Altersarmut

Ehevertrag

Eine häufige Ursache von Altersarmut bei Frauen ist die Scheidung vom Ehepartner. Die Lösung: ein Ehevertrag! Oftmals wird der Abschluss eines Ehevertrages als unromantisch gewertet, schließlich steht der Bund der Ehe für ein Zusammenleben auf Lebenszeit. Doch ein Ehevertrag ist eine Sicherheit und Absicherung. In Anbetracht der hohen Scheidungsraten ist dieser jedoch eine gute Lösung, um Altersarmut vorzubeugen.

Im Ehevertrag lässt sich vertraglich fixieren, dass der Lebenspartner, der in Teilzeit arbeitet, keinen Nachteil für seine Rente erhält. Es geht dabei um einen Rentenausgleich. Damit ein Ehevertrag rechtskonform ist, ist es wichtig einen Anwalt für Familienrecht zu konsultieren, der bei der Erstellung des Ehevertrages hilft. Neben dem Rentenausgleich lassen sich andere Angelegenheiten im Vertrag regulieren, um gerichtliche Auseinandersetzung zu vermeiden bei einer Scheidung, wie zum Beispiel die Vermögensaufteilung und das Sorgerecht etc.

Private Altersvorsorge

Altersvorsorge lässt sich nicht nur mit der stattlichen Rentenvorsorge betreiben, sondern auch mit Angeboten von anderen Finanzdienstleistern. Dies kann beispielsweise mit einer Riester-Rente realisiert werden.

Arbeitgeber in Deutschland sind zudem zur sogenannten Betriebsrente verpflichtet. Es werden, je nach eigenem Ermessen, monatliche oder jährliche Sonderzahlungen für die eigene Altersvorsorge vorgenommen, bzw. vom Bruttolohn abgezogen. Die Beiträge werden bei Renteneintritt unversteuert in Raten ausgezahlt.

Selbst, wenn das eigene Budget klein ist, so kommt es nicht zwangsläufig nur auf die Höhe der Sparrate an, sondern auf den Zeitraum! Auch kleinere Beträge, die über Jahre, bzw. Jahrzehnte hinweg eingezahlt werden, summieren sich zu einer höheren Summe. Der Faktor Zeit spielt somit eine entscheidende Rolle, weshalb es wichtig ist möglichst frühzeitig mit der Altersvorsorge zu beginnen.

Wertpapiere und Aktien

Es ist keinesfalls empfehlenswert finanzielle Mittel oder Ersparnisse auf einem Sparkonto bei der Bank zu deponieren. Es sei denn, es handelt sich um Geld, welches für Notfälle gedacht ist. Ersparnisse für die Rente oder andere größere Investitionen sollten renditestark angelegt werden. Dabei ist es nicht zwangsläufig notwendig ein Aktienprofi zu sein, um eine gute Rendite zu erzielen.

Eine risikoarme Investition lässt sich mit ETF-Sparplänen erzielen. Dabei sind, je nach Anbieter, Sparraten ab 25 € möglich. Die Wahrscheinlichkeit eines Totalverlustes ist äußerst gering und je länger der Sparplan läuft, desto höher fällt die Rendite aus, dank des Zinses-Zinseffektes. Dieser wurde von Albert Einstein als das Achte-Weltwunder bezeichnet!

Fazit: Altersvorsorge Frauen

Je früher sie damit beginnen, desto kleinere Beiträge brauchen sie zu leisten, um im Alter eine Absicherung zu haben. Altersarmut kann jeden treffen! Selbst wenn derzeitig keine finanziellen Probleme bestehen, so sollte man sich nicht in eine trügerische Sicherheit wiegen. Es kann jedes Milieu treffen. Eine Auseinandersetzung mit dem Thema wird in naher und vor allem ferner Zukunft für Sicherheit sorgen und ein sicheres Fundament unter den Füßen schaffen.

(Bildquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

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